bauhaus museum dessau

Open international competition 2015
New Bauhauss Museum Dessau, Germany

Visualization
Stelios Zenieris www.morfo.ch


Sammlungspräsentation und Wechselausstellung sind vertikal verbunden. Die Ausstellungsräume pro Geschoss gruppieren sich um die zentral gelegene Erschliessung. Diese Räume sind eingebettet im behütenden Mantel. Die Pufferbereiche wirken klimatisch ausgleichend. Sie schaffen kommunikative Zonen.

Das Projekt ist in Schichten angelegt, Erlebnisse gliedernd, die Zirkulation regelnd und funktional. Die Philosophie Schicht führt die Besucherinnen auf die Promenade zu den Baumwipfeln des Parks und zur Stadt Dessau. Der obenauf situierte Gastraum mit Terrasse lässt die Gedanken weit reisen.

Der Park führt gleichsam durch das Erdgeschoss. Die Besucherinnen flanieren im Park durch das Museum. Sinnliche und körperliche - das Aktionsfeld - Erfahrungen finden sich. Der südlich gelegene Eingang bespielt das Dreieck Springbrunnen, Teehäuschen und Ausstellungsgebäude.

Bei der Haltestelle Rathaus-Center fluktuieren die Menschen. So tun es die Kunstgüter, welche östlich an- und abgeliefert werden.

Im ersten Untergeschoss liegen die dienenden und technischen Bereiche. Der Kontemplations-Raum im zweiten Untergeschoss referenziert die Grundsteinlegung des Hauses.

Die Hochstellung des "schwarzen Quadrats" optimiert das Verhältnis der klimatischen Schicht zum Massivbau. Im Erdgeschoss spendet sie Schatten und schützt vor Regen, in den oberen wird Sonnenenergie gewonnen, im Norden die Lichtsituation erhellt.
Der Fussabdruck im Park ist mini-, der Ausdruck optimiert.

Städtebaulich liegt das Bauhaus Museum Dessau im Park und wird durch die natürlich Zirkulation aus dem urbanen Kontext umspült. Die Position befördert den Erhalt des Vegetationsbestandes. Die wenigen betroffenen Bäume werden im nördlichen, speziell nordöstlichen Gebiet neue Standorte innehaben. Nicht zuletzt, um auch an dieser Kante zur Friedrichstrasse einen Puffer zum brausenden Verkehr zu bilden und den Park zu vollenden.

Die Pflanzen- , Wald- , Insekten- und Tierwelt umgarnt die Anlage. Die Sichtachsen aus der Ratsgasse, der Antoinetten- und der Fritz-Hesse-Strasse fliessen der Parkskulptur entlang und gleiten ins atmende Grün. Sie lädt durch ihre Position zum Betreten und verweilen in der Natur. Die physischen Bewegungen auf dem Aktionsfeld, die sinnlichen Wahrnehmungen des Parks und die Vertiefung in Sammlungen und Ausstellungen verbinden sich zum Dreiklang.